Mobbing ist ein seit Jahrzehnten bekanntes und weit verbreitetes Thema innerhalb der Gesellschaft. War es früher noch so, dass das Phänomen am häufigsten in Form von Mobbing am Arbeitsplatz und in der Schule auftrat, so ist im Zeitalter der modernen Kommunikation und der immer stärker werdenden Nutzung des Internets eine neue Form, das Cybermobbing, entstanden.
Jedoch ist Cybermobbing oftmals nur denjenigen bekannt, die selbst davon betroffen sind. Aktive öffentliche Aufklärung über Ursachen und Auswirkungen dieses Themas findet kaum statt. Unsere Projektgruppe, ein Zusammenschluss von Studierenden des Studiengangs "Polizei" und "Verwaltungsinformatik" im vierten Semester unter Leitung von Diplom Verwaltungswirt Andreas Mahn und Soziologe Wolfgang Schoneweg, hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, dieses Thema in Bezug auf juristische Aspekte, Soziologie und auch mögliche Präventionsmaßnahmen zu erforschen.
Das Arbeitsfeld Juristik soll Aufschluss über mögliche Tatbestände des Mobbings geben, sowie Möglichkeiten aufzeigen, rechtlich dagegen vorzugehen.
Das Themengebiet der Soziologie in Bezug auf das Projekt Cybermobbing beschäftigt sich mit den Ursachen und den Erscheinungsformen des Phänomens. Beantwortet werden sollen die Fragen nach Täter, Opfer und den Folgeerscheinungen für die Opfer unter Einbeziehung von diversen Statistiken und Quellen, deren Auswertung Aufschluss über Anzahl der betroffenen Personen, deren soziales Umfeld sowie über die Häufigkeit des Auftretens von Cybermobbing in unserer Gesellschaft geben soll. Im Rahmen dieser Untersuchung sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ausprägung dieses Phänomens in Deutschland, Europa und den USA vergleichend untersucht werden. Diese soziologischen Fragen bilden die Grundlage des Themengebiets Prävention.
Auf Grundlage der Beantwortung der wesentlichen soziologischen Fragen soll schließlich ein Präventionskonzept erarbeitet werden. Entscheidend für Erstellung eines Präventionskonzeptes, welches vor allem den einzelnen Präventionsgruppen der Polizei innerhalb Berlins zugute kommen soll, ist hierbei die Einbeziehung schon vorhandener, rudimentärer Ansätze - seitens der Polizei - diesem Phänomen vorzubeugen. Zusätzlich mit einbezogen werden sollen Anbieter verschiedener Internetplattformen und sozialer Netzwerke, die das Resultat der endgültigen Projektarbeit auf ihren Webseiten präsentieren und somit die User über Cybermobbing informieren und davor schützen können.
Ziel des Projekts ist es, ein ‘Handbuch Cybermobbing’ zu erarbeiten, in dem alle Themengebiete ausführlich behandelt werden, sowie eine Internetplattform zu erschaffen, auf der sich Betroffene über das Phänomen informieren und Hilfe holen können. Nach Abschluss des Projekts könnten die Ergebnisse Weiterverwendung innerhalb der Polizei und sozialer Netzwerke finden.